Die Rockhal steht auf einem Werksgelände eines ehemaligen Stahlwerks. Parkplatz 50 m neben zwei Hochöfen. Konzerthalle kühl wirkend; Eingangskontrolle streng w/Kameras und Handys. Überall Verbotsschilder für Fotos und Liveaufnahmen. Erstmal ein paar Bier holen - kommt ja erst ne Vorband. Endlich zweiter in der Bierreihe -> Musik fängt an. Es doch schon Tool! Scheisse! Was machen? Rein ohne Bier ?? Ne, eben noch warten - Bier mitnehmen - Betzl eingesammelt und ab in die Halle. Trotz Platz in den hinteren Reihen gigantischer Sound, guter Platz und Blick zur Bühne. Band sieht man allerdings kaum. Vier Videowürfel, Schlagzeuger verschwindet fast hinter seinen Instrument, Gittarist und Bassist im Dunkeln und Sänger quasi am hinterem Ende der Bühne nur als Schatten. Man rätselt ob er überhaupt was anhat. Kein wildes rumgehüpfe eines der Bandmitglieder. Dann einfach fallen gelassen und sich für knapp zwei Stunden  von Tool in deren Welt der Musik entführen lassen, für welche es keine Beschreibung gibt. Nach einer Zugabe ist es leider vorbei. Man hat Tool nicht nur gesehen oder gehört man hat Tool "gelebt". Man verlässt die Halle nass geschwitzt, obwohl nicht in den ersten Reihen getanzt oder gepogt, aber die Musik packte einen und ging durch den ganzen Körper und brachte einen zum kochen. Anschliessend geplanter Kauf eines T-Shirts gescheitert, da kein grosser Vorrat und alles schnell vergriffen. Tja, Tool legen halt keinen Wert auf Merchandising, Interviews oder sonstige Öffentlichkeitsarbeit. Das einzige was zählt ist die aussergewöhnliche Musik.
Auch ohne T-Shirt ein einzigartiger Family-Abend (N + B + Zwerg) mit Tool.
Nach ein paar Stunden Schlaf im Auto gings um 4.30 Uhr morgens weiter Richtung Rock am Ring ...
 
Toolbericht von Nigge vom grössten Tool-Fan den ich (B) kenne.